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Strafverfahren gegen Schönborn

Gegen den Meinolf Schönborn sind mehrere Strafverfahren eingeleitet worden. Der Neonazi betreibt am Motoradtreffpunkt Brocker Mühle in Herzebrock-Clarholz den Laden "Meniha" sowie den neonazistischen "Z-Versand".

Am 9. Juni informierten BikerInnen und AntifaschistInnen an dem gutbesuchten Motorradtreffpunkt "Brocker Mühle" über Meinolf Schönborn und seinen dort ansässigen Laden "Meniha". Wie die "Neue Westfälische" am 13. Juni meldete, sind die Geschäfte Schönborns dem Staatsschutz der Polizei Bielefeld schon länger bekannt. Bereits zwei Strafverfahren wurden gegen Schönborn eingeleitet. In einem Fall ging es um Gegenstände aus dem Angebot des Neonazis mit dem verbotenen Totenkopfsymbol der Waffen-SS. Das Verfahren wurde jedoch im letzten Jahr eingestellt, nachdem die Symbole geschwärzt worden waren. Noch anhängig ist ein Verfahren beim Amtsgericht Rheda-Wiedenbrück wegen des Vertriebs einer CD der neonazistischen Band "Landser".

Beide Verfahren zeigen, wie notwendig es ist, über Geschäfte Schönborns aufzuklären. An dem beliebten Motorradtreffpunkt kommen Mittwochs bis zu 3000 BikerInnen zusammen. Während im Laden Meniha weitgehend unverdächtiger germanischer Schmuck, Wikingerplakate und ähnliches verkauft werden, bietet der "Z-Versand" harten Neonazibedarf. Nach Ansicht von AntifaschistInnen betreibt Schönborn mit dem Laden Vorfeldarbeit, um KundInnen den Weg ins offen extrem rechte Lager zu öffnen. Wer sich für das Angebot von "Meniha" interessiert, bekommt die Kataloge des "Z-Versandes" in die Hand gedrückt.

Unverständlich daher die Reaktion des Staatsschutzes der Polizei Bielefeld auf die Informationsaktion. Gegen die Veranstalter will Staatsschutzchef Butenuth nun Strafverfahren einleiten. Angeblich soll es sich um eine Versammlung gehandelt haben, die zu spät angemeldet worden sei.

(Antifa West Juni 2004)